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Borreliose

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Unsere Praxis ist vom 23.09.2010 bis zum 02.10.2010 geschlossen.

Ab dem 04.10.2010 sind wir wieder für Sie da.

Vertretung

Tierklinik Dr. Trillig, Obertshausen 06104-75470 oder
Kleintierklinik Heppenheim 06252-76866.

Borreliose - Gefahr durch Zecken! 

Sie haben einen Hund und wandern mit ihm viel durch Wald und Flur? Bringt er von diesen Ausflügen öfter eine Zecke mit nach Hause? Dann unterliegt auch er der Gefahr der „Borreliose- Infektion“!

Das Risiko einer Ansteckung herrscht praktisch überall, wo Zecken sind. Mancherorts trägt jede dritte Zecke den Erreger in sich. Die Zecke lauert besonders in Laub- und Mischwäldern, an Waldrändern und Lichtungen mit großwüchsigen Gräsern, in buschreichen Gegenden, aber auch in städtischen Parks und naturnahen Hausgärten. Zeckensaison ist von März bis Oktober mit Höhepunkten im Frühjahr und Herbst.

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion. Erreger sind winzige korkenzieherartige Bakterien. Wald- und Wühlmäuse dienen als Erregerreservoire. Diese Tiere werden vorzugsweise von den aus einem Ei geschlüpften Larven und von den heranwachsenden Nymphen befallen. Die erwachsenden Zecken befallen grössere Tiere, wie Rehe, Wildschweine, Hunde, Katzen und auch den Menschen. Larve, Nymphe und erwachsende Zecke benötigen für jede Entwicklungsstufe eine Blutmahlzeit.

Hat sich eine infizierte Zecke am Hund angesaugt, wandern die Borrelien in die Speicheldrüse der Zecke ein. Beim Saugen wird der Speichel in die Haut des Wirtes injiziert und infiziert ihn so mit den Borrelien- Bakterien. Je länger die Zecke saugt, desto höher ist das Infektionsrisiko.

Die Krankheit beginnt oft erst Tage oder Wochen, nachdem die Zecke gesaugt hat. Zu Beginn zeigen sich beim Hund wenig markante Symptome, wie sie im Anfangsstadium vieler Infektionskrankheiten auftreten: Mattigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber. Einsetzende Gelenksentzündungen lassen dann schon eher einen Verdacht auf Borreliose aufkommen. Meist sind verschiedene Gelenke wechselnd betroffen, vor allem die Gelenke an den Vorder- und Hinterläufen.

Aufgrund der sehr schmerzhaften Schwellungen beginnt der Hund zu lahmen, besonders nach dem Aufstehen. Im weiteren Verlauf können auch Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden. Die Behandlung der Borreliose ist zwar möglich, doch sehr langwierig.

Eine Impfung gegen Borreliose verhindert die Vermehrung der korkenzieherartigen Bakterien in Haut, Gelenken und Muskulatur des Hundes. Eine Infektion kann sich so im Organismus des Tieres nicht ausbreiten. Bei Hunden ist eine Impfung ab der 12. Lebenswoche möglich. Sie sollte nach einer zweimaligen Grundimmunisierung jährlich wiederholt werden. Der optimale Impfzeitpunkt liegt in der kalten Jahreszeit von Oktober bis Februar. Dadurch wird rechtzeitig vor der Aktivität der Zecke ein Impfschutz aufgebaut. Ein Impfschutz ist aber das ganze Jahr über jederzeit möglich.

Wichtig ist auch die Verhinderung eines Zeckenbefalles, um so die Gefahr einer Borreliose- Infizierung zu verringern. Dieser kann gut durch sogenannte „Spot on Präparate“ oder auch durch Antizeckenhalsbänder, die Sie bei Ihrem Tierarzt erhalten erreicht werden. Ihr Hund sollte auch nach jedem Spaziergang nach Zecken abgesucht werden und diese gegebenenfalls mit einer speziellen Zange entfernt werden.

So optimal geschützt können Sie mit Ihrem vierbeinigen Freund jederzeit einen gefahrlosen Spaziergang geniessen !

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